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02.05.2011

Erstbefahrungen & Locker vom Hocker

21.4.11: Reini Scherer und ich starten bereits um drei Uhr früh vom Parkplatz. Mit den Skiern am Rücken gehen wir zuerst über einen Waldweg und dann weiter über eine immer steiler werdende Wiese. Nach eineinhalb Stunden machen wir eine kurze Pause.

Unser Ziel ist der Gipfel der Hoch Wand in der Mieminger Kette. Reini hat hier ein Skiprojekt, das ihn schon seit mehreren Jahren verfolgt. Er will die NO-Flanke erstbefahren.

Nach zehn Minuten gehen wir wieder weiter und schnell haben wir die 1600 Höhenmeter zum Gipfel hinter uns gebracht. Über einen einfachen Grat gehen wir zur Einfahrt in die NO-Wand. Es firnt bereits leicht auf, als Reini die ersten Schwünge in die rund 50 Grad steile GGRAD.u fahren und um nd der Schnee könnte nicht besser seinpfel Wand setzt. Aufgrund des schneearmen Winters müssen wir drei Mal 30m abseilen. Der Rest geht zu fahren und um zehn Uhr sind wir bereits im Tal.

25.4.11: Eine der ersten alpinen Routen im 8. Grad war die Locker vom Hocker an der Schüsselkarspitze. Sie wurde 1981 von Wolfgang Güllich und Kurt Albert erstbegangen und ich wollte diese Linie schon seit einiger Zeit klettern.
Florian Klingler und ich fuhren mit dem Motorrad bis kurz vor die Wettersteinhütte. Von dort aus gingen wir gemütlich zum Einstieg. Ich stieg die erste Seillänge vor. Eine geniale Rissspur, die man perfekt mit Friends und Klemmkeilen absichern kann. Florian kletterte die zweite Länge und ich die Dritte und Vierte. Dann ging es in Wechselführung bis zum Ausstieg.

Die Route ist wirklich lohnenswert, auch wenn die Schlüsselseillänge etwas gesucht ist und nicht der logischen Linie folgt.

26.4.11: Bereits am 22.4. war ich zusammen mit einem alten Schulfreund auf der Geraer Hütte im Valsertal. Wir wollten eine neue Linie an der Schrammacher N-Wand klettern jedoch schlug am Nachmittag das Wetter um und wir beschlossen nicht einzusteigen. Am Weg zurück ins Tal fiel mir eine Linie rechts der Sagwand auf, die perfekte Bedingungen für eine Skibefahrung hatte.

Vier Tage später fuhr ich um zwei Uhr früh wieder ins Valsertal. Dieses Mal hatte ich die Ski dabei, aber keinen Partner. Ich stapfte also alleine über die Lawinenkegel zum Einstieg der Wand. Nach insgesamt sechseinhalb Stunden war ich oben. Ich schnallte meine Ski an und machte die ersten Schwünge in der 50 bis 55 Grad steilen Flanke. Der Schnee war nicht schlecht und ich konnte die Wand mit einem nur 10m langen Abseiler erstbefahren.

29.4.11: Die letzte Skitour in diesem Jahr sollte eine ganz besondere werden. Reini Scherer und ich nahmen uns ein langjähriges Projekt vor: die „Sagwandrinne“.

Beim Zustieg hatten wir auf Grund des faulen Schnees noch unsere Zweifel, doch die Rinne selbst war in perfektem Zustand und erwies sich mit 45 bis 50 Grad als weit weniger anspruchsvoll als erwartet. Ein würdiger Abschluss für eine geniale und vor allem unfallfreie Skisaison.

MANAGEMENTFlorian KlinglerSchillerstraße 13
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